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Karriere oder Klima retten?
Klimapositiv
August 15, 2022

Karriere oder Klima retten?

Heutzutage können bis zu vier verschiedene Generationen in einem Unternehmen arbeiten: Babyboomer, Generation X,Y und nun strömt auch die Generation Z auf den Arbeitsmarkt. Work-Life Balance, Digitalisierung und der Wunsch nach flexiblen Arbeitszeit-Modellen: jede Generation hat ihre eigenen Ansprüche und Forderungen an Arbeitgeber*innen. Doch was liegt gerade den Arbeitnehmer*innen von Morgen am Herzen? Und was unterscheidet sie von ihren Vorgänger-Generationen?

Wenn junge Arbeitnehmer*innen in Unternehmen kommen, dauert es oft nicht lange, bis Themen wie Umwelt und Klimawandel im Mittelpunkt stehen. Schon das Vorstellungsgespräch dreht sich um Nachhaltigkeit, insbesondere wenn es um Dienstreisen, Pendeln, die effiziente Gebäudenutzung oder sogar Konzepte zum Schutz der Umwelt geht. Nicht selten werden auch Forderungen lauter, während der Arbeit die Zeit eingeräumt zu bekommen, um sich für die Gesellschaft zu engagieren. Während der Generation Y noch Tradition und Historie eines Unternehmens wichtig sind, achten ihre Nachfolger*innen weniger darauf. Die ökologische Ausrichtung und eine sinnstiftende Tätigkeit nimmt für Jüngere hingegen immer stärker an Bedeutung zu. (6)

Allerdings können sich auch Generationen einig sein: Y und Z zum Beispiel verbindet der starke Wunsch nach Selbstverwirklichung. Auch die Digitalisierung ist ein Faktor: Während die Millennials, also die Gen Y, mit der fortschreitenden Digitalisierung aufgewachsen sind, wurden Vertreter*innen der Gen Z komplett in die digitale Welt geboren. (1)

Die Haltung junger Arbeitnehmer*innen: "Ich muss etwas für unseren Planeten tun."

Sowohl Gen Y als auch Gen Z legt großen Wert darauf, Arbeitgeber*innen zu finden, die auch auf persönlicher Ebene zu ihnen passen. Die optimale Unternehmenskultur und die passenden Werte spielen dabei eine große Rolle. Die Förderung von Diversität und Inklusion, soziales Engagement und nachhaltiges Handeln des Unternehmens stehen für viele an erster Stelle, wenn es um die Wahl der Arbeitsstelle geht. (4)

Missstände werden nicht akzeptiert: Fridays for Future, Demonstrationen für die bessere Behandlungen von Tieren und Petitionen der Umwelt zuliebe - große Teile der Generation Y und Generation Z engagieren sich für soziale Themen. Ein Großteil setzt sich für den Umweltschutz ein, da die befragten Personen einen gesunden Planeten als Basis für ihre persönliche und berufliche Existenz sehen. Gerade Millennials interessieren sich für den Zustand unserer Umwelt und geben alles, um ihren Nachkommen ein unbeschwertes Leben auf der Erde zu garantieren. (2)

Unternehmen nutzen die Werte für den „War of Talents“

Die Arbeitswelt ist im Umbruch: Die Generation der Babyboomer gehen nun schrittweise in Rente, wodurch sich unternehmerische Werte und Vorstellungen drastisch im Wandel befinden. Ein beachtlicher Teil der Gen Y und Z finden zum Beispiel, dass soziales Engagement die Attraktivität von Arbeitgeber*innen erhöht. Unternehmen, die sich diesen Themen annehmen und sogar aktiv sind, sind anderen Unternehmen aus Sicht der beiden Generationen überlegen und profitieren im Kampf um Nachwuchs. 68 Prozent - so hoch ist laut einer Greenpeace-Studie der Anteil der 15 - 24-jährigen, denen die Umwelt äußerst wichtig ist. Führende Unternehmen oder Konzerne in Deutschland haben den Nachhaltigkeitstrend deshalb schon lange in ihre Strategie integriert. Das bedeutet auch, dass sie Erfolge nicht nur auf finanzieller Ebene verankern. Sie definieren ihn zudem über die Folgen des Handelns für die Umwelt. Aktuelle Herausforderungen, wie der Fachkräftemangel, rücken die Themen noch stärker ins Rampenlicht. Wer nachhaltig handelt, ist also erfolgreicher – auch beim Recruiting. (3)

Nachhaltigkeit ist eine Sache der Definition

Was nachhaltiges Handeln bedeutet, muss näher erklärt werden. Ist es schon genug, auf Papier im Büro zu verzichten? Sollen beim Betriebsausflug Bäume gepflanzt werden? Oder soll Nachhaltigkeit zur wichtigsten Priorität ernannt werden und sich das gesamte Tun danach richten? Die Konsequenzen beeinflussen eine klimaneutrale und faire Herstellung und Logistik oder eine plastikfreie Produktion. Unternehmen sollten nicht nur die vorgegebenen Maßnahmen zum Klimaschutz erfüllen oder sich dem Druck der Öffentlichkeit beugen, um Nachwuchs von sich zu überzeugen. Sie sollten mehr: aus freien Stücken aktiv werden und Verantwortung übernehmen. Schließlich sind die Vorgaben der Politik oft nicht ausreichend genug! Und das bedeutet wiederum, dass Unternehmen nur mit ehrlich gemeintem Engagement für mehr Nachhaltigkeit die jungen Generationen erreichen. (5)

Eine erste Hilfestellung für mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen zeigt unser Ratgeber, der einfache Maßnahmen für die Umgestaltung von Prozessen abbildet.

Quellen:

  1. https://co-create.de/allgemein/xyz-anforderungen-an-unternehmen-wachsen/
  2. https://www.employer-branding-now.de/nachhaltigkeit-und-umweltbewusstsein-ein-plus-fuer-das-recruiting
  3. https://www.focus.de/finanzen/experten/schmid/die-macht-der-millennials-warum-junge-menschen-nach-einem-sinn-in-ihrer-arbeit-suchen_id_3660834.html 
  4. https://www.handelskraft.de/diversitaet-der-generationen-was-die-generation-z-vom-arbeitgeber-erwartet/2021/11/ 
  5. https://www.hr-heute.com/magazin/nachhaltigkeit-und-arbeitgeberattraktivit%C3%A4t 
  6. https://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article205668185/Berufseinsteiger-erwarten-umweltbewusste-Arbeitgeber.html 

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