Wasserkraft in Indonesien

Projekt

Das netzgekoppelte Laufwasserkraftwerk wurde am oberen Ufer des Musi-Flusses in der Nähe der Hafenstadt Bengkulu auf Sumatra in Indonesien gebaut. Durch die Nutzung der kinetischen Energie von stark fließendem Wasser hat das Musi River Hydro-Kraftwerk eine installierte Gesamtkapazität von 210 MW und liefert jedes Jahr über 765.000 MWh an das Netz von Sumatra - was den Bedarf von durchschnittlich 700.000 Indonesier*innen deckt. Durch das Projekt können Probleme im ländlichen Sumatra angegangen werden, wie der unzureichende Zugang zu Strom und der Mangel an hochwertigen Arbeitsplätzen. So wird eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung gefördert. Das Wasserkraftwerk am Musi-Fluss hat in einer traditionell landwirtschaftlich geprägten Gemeinde hochwertige Arbeitsplätze und Weiterbildungsmöglichkeiten für Einheimische geschaffen. Ein Teil der Projekteinnahmen wird in die Gemeinde reinvestiert, um ein Waisenhaus zu bauen, neue Straßen und Brücken zu errichten und einen traditionellen Marktplatz zu errichten, der den Bauern und Bäuerinnen einen besseren Zugang zu ihren Reisfeldern und die Möglichkeit eines zusätzlichen Einkommens bietet. Außerdem wurde im umliegenden Wassereinzugsgebiet ein Wiederaufforstungsprogramm eingerichtet, um die natürliche Landschaft zu schützen.

Verifizierung

Das Projekt ist vom Verified Carbon Standard verifiziert.
Hier findest du mehr Informationen zu den Umweltschutzzertifikaten:
Projektbeschreibung

Kontext

Indonesien ist das viertbevölkerungsreichste Land der Welt und die Bevölkerungszahl wächst stetig. In Bezug auf die Energiepolitik befindet sich das Land jedoch in einem Konflikt. Das Land hat große Kohlereserven, die mit niedrigen Strom- und Energiepreisen viele Menschen aus der Armut holen könnten. Die indonesischen Textilarbeiter*innen brauchen konkurrenzfähige Arbeitsplätze gegenüber anderen Fabriken in Indien, Bangladesch oder Kambodscha, sodass die Stromkosten der Nähmaschinen hier nicht substanziell höher sein dürfen. Im Rahmen der Pariser Klimaschutzziele wurde sich jedoch zu einem geringeren Ausstoß von Treibhausgasemissionen verpflichtet. Der Anteil erneuerbarer Energien soll daher bis 2025 auf 23 Prozent steigen. Den größten Anteil an erneuerbaren Energien bietet die Wasserkraft, die 2020 58,5 Prozent der erneuerbaren Stromerzeugungskapzitäten ausgemacht hat. Geothermie macht mit 20.3 Prozent den zweitgrößten Anteil aus, der Vorteil liegt hier auf der Grundlastfähigkeit und guter Regulierbarkeit. Solar- und Windenergie spielen trotz weltweitem Wachstum in Indonesien bisher keine große Rolle. Gerade einmal 1,5 Prozent der regenerativen Erzeugungskapazitäten entfällt auf Solarenergie, für Windenergie sieht es ähnlich aus.

Klimalösung

Kleinwasserkraftwerke nutzen die Energie des frei fließenden Wassers, ohne einen Damm zu nutzen. So können Dieselgeneratoren durch saubere Stromerzeugung ersetzt werden. In einem frei fließenden Fluss oder Bach werden kleine Turbine platziert und fangen die kinetische Energie des Wassers ein, ohne einen Stausee zu schaffen. Als Unterwasser-Analogon zu den Windturbinen drehen sich ihre Flügel, wenn das Wasser vorbeifließt, und erzeugen relativ kontinuierlich Strom. Es sind keine Barrieren, Umleitungen oder Speicher erforderlich, nur eine begrenzte strukturelle Unterstützung. Emissionen fallen keine an.

Photos

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Unterstützte Nachhaltigkeitsziele der UN

Wasserkraft in Indonesien

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Standort des Projekts

Das Projektgebiet des Musi-Wasserkraftwerks befindet sich in der Provinz Bengkulu in Indonesien, etwa 30 Kilometer nordöstlich von Bengkulu, der Hauptstadt der Provinz. Für den genauen Standort kannst du die Googlemaps-Karte einsehen.

Hier findest du den genauen Standort:
Google Maps Link

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